Dschanna

(arab. dschanna) heißt wortwörtlich übersetzt „Garten“. Im Koran und in der islamischen Literatur ist damit jedoch das Paradies bzw. der Ort gemeint, an dem die auserwählten Gläubigen nach dem Tode von Gott belohnt werden, z.B. in Sure 66:14.

Im Koran findet man noch weitere Begriffe für diesen Ort der Belohnung, z.B.: Sure 61:12 und Garten bzw. Garten Eden (arab.: ᶜadn bzw. dschannāt ᶜadn) oder Paradies (arab.: firdaws) in Sure 23:11.
Ähnlich, wie der Gegenbegriff Hölle (arab. dschahannam) wird das Paradies in zahlreichen Koranstellen und Hadithen beschrieben. Daraus ist eine umfangreiche Literatur entstanden, in der z. B. die Wohltaten und die Geografie des Paradieses beschrieben wird. In Analogie zur Hölle wird auch das Paradies als ein Ort mit sieben Ebenen geschildert, deren Zugang jeweils durch Tore und Engel bewacht wird (Sure 39:73). Die Beschreibung des Paradieses, die zu erwartenden Wohltaten und wie die Gläubigen dorthin gelangen können ist eines der Hauptthemen im Koran.

Zu den Wohltaten gehören z.B. angenehme Wohnorte für die Auserwählten (Sure 29:72), Pavillions, in denen Houris leben (Sure 55:5) und Gärten (Sure 88:10), sowie Quellen und Wasserläufe in denen Milch, Honig und Wein fließen (Sure 67: 15) und es gibt zu allen Jahreszeiten köstliche Früchte ohne Dornen.

Nur ein kleiner Teil der Menschheit wird in den Himmel kommen. Der Koran spricht von vielen Prüfungen, die man bestehen muss (Sure 2:214 und Sure 3:142). Ob Nichtmuslime das Paradies erreichen können, darüber gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. In Sure 2:62 wird angedeutet, dass auch Nichtmuslime in den Himmel kommen können. Sure 3:85 erwähnt dagegen, dass andere Religionen, außer dem Islam, zu den Verlierern gehören werden. In Sure 5:66 wird erwähnt, dass früh verstorbene Kinder und Menschen, die nie etwas vom Islam gehört haben, ebenfalls ins Paradies kommen können.
Strittig ist auch, ob Dschinns in den Himmel kommen können.