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Wo finde ich Informationen zum Dialog zwischen Muslimen, Christen und Juden?

 

1. Handbuch christlich-islamischer Dialog. Grundlagen – Themen – Praxis – Akteure.

Georges Anawati Stiftung Schriftenreihe Nr. 12. Verlag Herder: Freiburg, Basel, Wien 2. Auflage 2016.

Das Handbuch nimmt die vielfältigen Erfahrungen und Erkenntnisse des christlich-muslimischen Dialogs seit den 1960er Jahren in Deutschland auf. Zu den Autoren und Autorinnen zählen namhafte Muslime und Christen, die zum Teil gemeinsam einen Beitrag gestaltet haben. Es ist besonders an Menschen gerichtet, die im Alltag in verschiedensten Situationen, ob in der Schule, im Beruf oder in der Freizeit Wissen über die jeweils andere Religion benötigen. Der erste Teil des Handbuches befasst sich mit den Grundlagen von Christentum und Islam und den möglichen Zielen eines Dialoges. Im zweiten Teil kommentieren jeweils zwei Autoren oder Autorinnen unterschiedlicher Konfession wichtige Themen. Der dritte Teil stellt Erfahrungen aus der aktuellen Dialogpraxis dar, die als Beispiele dienen können. Im vierten Teil werden Institutionen des Dialogs im deutschsprachigen Raum vorgestellt. Wer mehr Informationen zum Dialog sucht, der findet in diesem Handbuch noch ein ausführliches Literaturverzeichnis.

 

2. Lexikon der Begegnung. Judentum – Christentum – Islam.

Verlag Herder. Freiburg, Basel, Wien, 2009.

Im „Lexikon der Begegnung“ werden die zentralen Glaubensinhalte der drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam dargestellt. Auch diese Bände sind ein Gemeinschaftswerk von Autoren und Autorinnen der verschiedenen Glaubensrichtungen. In der aktuellen Ausgabe wird ein entscheidender Schritt vom bereits langjährig praktizierten Dialog zwischen Judentum und Christentum zum Trialog zwischen allen drei abrahamitischen Religionen gemacht.

Teil 1: vom Monolog zum Dialog: jüdische und christliche Fachwörter. Seit 1997: Lexikon der jüdisch-christlichen Begegnung. Jakob J. Petuchowski, Clemens Thoma, Peter Klaiber, Thomas Fornet-Ponse

Teil 2: vom Dialog zum Trialog: hinzu kommen islamische Fachausdrücke, Ludwig Hagemann, Adel Theodor Khoury. Basis ist das Islam-Lexikon (2000).

 

3. Handbuch Christentum und Islam in Deutschland. Grundlagen, Erfahrungen und Perspektiven des Zusammenlebens.

Hrg. v. Mathias Rohe, Havva Engin, Mouhanad Khorchide, Ömer Özsoy, Hansjörg Schmid. Eugen Biser Stiftung. Verlag Herder. Freiburg, Basel, Wien 3. Auflage 2017. 2 Bde.

Ganz im Geiste von Eugen Bissers Feststellung, „Wir leben in einer Stunde des Dialogs und überleben nur, wenn die wachsenden Konfrontationen durch eine Kultur der Verständigung überwunden werden“, richtet sich das Handbuch an Muslime und Christen, um eine Basis für ein gegenseitiges Verstehen zu schaffen und den Dialog so weiter zu stärken. In diesem Handbuch werden Fragen zum gesellschaftlichen Zusammenleben von Christen und Muslimen mit ihren besonderen Herausforderungen in ausführlichen Artikeln erörtert. Zu diesen Themenfeldern gehören z.B. „Christen und Muslime im deutschen Rechtsstaat“, „Christen und Muslime in der säkularen Gesellschaft“ oder „Das Gespräch zwischen Christen und Muslimen“.

Das Handbuch baut auf dem unten empfohlenen 2013 erstmals herausgegebenen Lexikon des Dialogs auf.

 

4. Lexikon des Dialogs. Grundbegriffe aus Christentum und Islam

Hrg. v. Richard Heinzmann in Zusammenarbeit mit Peter Antes, Martin Thurner, Mualla Selçuk und Halis Albayrak. Verlag Herder. Freiburg, Basel, Wien. 2. Auflage 2014.

In diesem Lexikon wagen erstmals 54 muslimische und 24 christliche TheologInnen, wichtige religiöse Grundbegriffe aus Islam und Christentum zu erklären und miteinander in Beziehung zu setzen. Es ist eine Einladung, „das Eigene und Fremde besser zu verstehen“ und stellt „eine unerlässliche Orientierung für das Zusammenleben von Christen und Muslimen in einer demokratischen Gesellschaft“ dar. Viele Begriffe haben inhaltliche Gemeinsamkeiten, aber auch wichtige Unterschiede.

Eine sehr informative Webseite zum Dialog zwischen Christen und Muslimen ist die Webseite:
https://www.christenundmuslime.de/.

Hier werden häufig gestellte Fragen zu den Religionen beantwortet, Informationen über Projekte zu interreligiösen Begegnungen vorgestellt und umfangreiches Material zu verschiedenen Themen des Dialogs angeboten.

Wichtige Stimmen zum Zusammenleben von Muslimen und anderen Glaubensrichtungen, sowie zum Leben in einer vielfältigen multireligiösen und säkularen Gesellschaft findet ihr auch hier:

  • www.qantara.de
  • Daniela Kästle, Martina Kraml, Hamideh Moohagheghi (Hrg.): Heilige – Tabu. Christen und Muslime wagen Begegnungen. Ostfildern 2009.

Weiter Informationen und Leseempfehlungen findet ihr in den einzelnen Artikeln im Themenblock „Dialog“.