Fragen und Antworten zum Thema Fasten

Warum fasten Muslime

Das Fasten ist für Muslime bereits im Koran als Pflicht festgelegt:

„O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben,
so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren
– vielleicht seid ihr ja gottesfürchtig-,“
(Sure 2, 183)

Das Fasten dient zudem der inneren Reinigung der Gläubigen. Viele Muslime glauben, dadurch Gott näher kommen zu können. Wer richtig fastet, kann von Gott Belohnungen erwarten.

Abu Huraira sagte:
„Das Fasten ist (für den Menschen) ein Schutz; so soll er (während des Fastens weder Schändlichkeit noch Torheit begehen; und wenn jemand ihn zum Zweikampf auffordert oder beschimpft, soll er ihm zweimal sagen: Ich faste. Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass der Geruch aus dem Mund eines Fastenden bei Allah besser ist als der Moschusduft. Allah sagte:

Er (der Fastende) stellt Meinetwegen sein Essen und Trinken sowie seine Begierde ein. Das Fasten ist Mir gewidmet, und Ich belohne entsprechend; und jede gute Tat wird gleichermaßen zehnfach belohnt.“ [1]

Wann dürfen Muslime fasten?

Im Monat Ramadan ist das Fasten für alle Muslime, für die keine Ausnahmen gelten, verpflichtend. Außerhalb des Monats Ramadan gelten besondere Regelungen, die z. B. den Freitag, das Ashura Fest und den Monat Scha’ban betreffen. Zum Freitag findet man folgende Hadithe im Sahih al-Bukhari:

Abu Huraira sagte:
„Keiner von euch darf am Freitag fasten; es sei denn, er fastet einen Tag davor oder danach.“ [2]

Zum Ashura-Fest findet man folgende Hadithe:

Der Vater von Salim sagte: „Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: Am Tage der Ashura kann jeder fasten, wer fasten will.“ [3]

Der Monat Scha’ban hat offenbar für den Propheten Muhammad eine besondere Bedeutung für zusätzliches Fasten außerhalb des Ramadans gehabt:

So berichtet Aisha:
„Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, hat (außer im Ramadan) in keinem anderen Monat gefastet als im Scha’ban. Er pflegte den ganzen Scha’ban zu fasten. …“ [4]

Eine weitere Empfehlung bezieht sich auf alle Monate des Jahres:

Abu Huraira berichtete:
„Mein liebster Freund, Allahs Segen und Friede auf ihm, legte mir drei Dinge ans Herz: Das Fasten an drei Tagen je Monat, die Verrichtung von zwei Gebetsabschnitten (Rak’a) am Vormittag (Duha), und dass ich ein Gebet mit einer ungeraden Zahl (Witr) an Rak’a vor der Nachtruhe verrichte.“ [5]

 

Quellen:

 

[1] Auszüge aus dem Sahih al-Buhari. 12. verbesserte Auflage, Islamische Bibliothek, Düsseldorf 2012. S. 252, Hadith Nr. 1894.

[2] Auszüge aus dem Sahih al-Buhari. 12. verbesserte Auflage, Islamische Bibliothek, Düsseldorf 2012. S. 264-265, Hadith Nr. 1985

[3] Auszüge aus dem Sahih al-Buhari. 12. verbesserte Auflage, Islamische Bibliothek, Düsseldorf 2012. S. 266, Hadith Nr. 2000.

[4] Auszüge aus dem Sahih al-Buhari. 12. verbesserte Auflage, Islamische Bibliothek, Düsseldorf 2012. S. 264, Hadith Nr. 1970.

[5] Auszüge aus dem Sahih al-Buhari. 12. verbesserte Auflage, Islamische Bibliothek, Düsseldorf 2012. S. 264, Hadith Nr. 1981.

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